Stressbewältigung durch Achtsamkeit (MBSR)

MBSR - Achtsamkeitsübungen - Welche Achtsamkeitsübungen werden vorgestellt?



Jede der 8 Kurseinheiten beginnt mit einer Achtsamkeitsübung. Sie wird gemeinsam in der Gruppe praktiziert und wird dann alleine zu Hause praktiziert.

Es gibt formale Übungen und nicht-formale Übungen. Zu den formalen Übungen gehört:

1. der Body Scan,
2. eine sanfte Yoga-Übungsreihe,
3. die Sitzmeditation und
4. die Gehmeditation.

Zu den nicht-formalen Übungen gehört: achtsames Zähneputzen, achtsames Treppensteigen, achtsames Bügeln, achtsames Geschirrabwaschen, achtsames Duschen, achtsames Aufräumen am Arbeitsplatz und zu Hause, achtsames Kochen, achtsames Essen, achtsames Autofahren, etc.
Alle Übungen, die formalen und insbesondere die nicht-formalen sind „Tätigkeiten mit innerer Präsenz, Wachheit und interessierter Haltung“. (Lehrhaupt/Meibert 2010, S. 69)

„Es kommt darauf an, ganz bei der Sache zu sein und aus seinem ganzen Körper heraus zu erfahren, was man gerade tut, mit anderen Worten, in jedem Augenblick seines Lebens so präsent wie nur möglich zu sein. Dazu gehört sowohl die Wahrnehmung der dabei aufkommenden Gedanken und Gefühle als auch der Art, wie sie über den Körper zum Ausdruck kommen.“ (Kabat-Zinn 2013, S. 175)
Wünschenswert und empfehlenswert ist die Integration der Achtsamkeitsübungen in den Alltag. Letztendlich liegt der Erfolg des MBSR-Programms darin, dass die Teilnehmer genau das getan haben – nämlich die bewusste und planvolle Fortführung der Achtsamkeitsübungen in das ganz normale Leben.

Denn das MBSR-Programm ist primär keine Unterweisung in Techniken, sondern die Vermittlung eines sehr wirksamen Selbsthilfeprograms, welches Meditation als Lebensstil ins Zentrum der Bemühungen rückt.