Atemlos – disruptive Digitalisierung (17.01.2019)

 

 

 

Atemlos – disruptive Digitalisierung

Herausfordernde Komplexität aktueller Innovationen

Lebendige tätige Achtsamkeit

Atemlos – einfach raus – für eine Nacht. Zeitweilig-Aussteigen und Ganz-Menschlich-Werden wünschen sich heute viele Menschen von ganz unten bis nach ganz oben – Innehalten und Distanz zu stetig steigenden oft nicht direkt gestellten Anforderungen an Präsenz und Erreichbarkeit – Anforderungen, die sich in ihrer vermeintlichen Dringlichkeit nicht abwehren lassen und sich wie Atemlosigkeit anfühlen – physisch und psychisch. Wer kann sich dem entziehen – selbst wenn er wollte? Beschleunigte Arbeits- und Lebensprozesse vereinnahmen Arbeiter, Angestellte und Management bis in die die höchsten Spitzen. Selbst im Privaten nimmt diese Beschleunigung kein Ende. Was tun? Zurück – geht nicht! Vielleicht können derartige Entwicklungen vorübergehend verzögert werden – stoppen geht gar nicht.

Im Verlauf der digitalen Transformation des beruflichen und privaten Lebens werden in den nächsten 5-6 Jahren also bis Mitte 2020 laut einer IT-Trendstudie weltweit 500 Mio. neue digitale Anwendungen entstehen. Zum Vergleich: In den letzten 40 Jahren wurde in etwa die gleiche Anzahl von Anwendungen entwickelt.

Die heute gesamtgesellschaftlich bis innere des Einzelnen durchschlagenden Entwicklungen sind keine ganz neue Erfahrung. Der Kern der Herausforderung ist durch das Schachbrett-Beispiel bekannt, wenn gleich der Kern der Herausforderung in einem völlig neuen Gewand daher kommt: Dieses Gewand ist die exponentiell sich ausbreitende Digitalisierung. Sie bedeutet, dass die bisherige lineare Entwicklung der Verdoppelung von Innovationen alle 1 – 2 Jahre, wie sie die Moore’sche-Gesetzmäßigkeit beschreibt, nach neuesten Prognosen sehr bald museumsreif sein wird, genauso wie so mancher PC nach wenigen Jahren. Stellt sich die Frage? Kann das menschliche Bewusstsein diese Entwicklung wirklich erfassen? Ist es nicht sehr verständlich, dass diese Herausforderung so manchen Menschen in seinem Bemühen des Erfassens und Verstehens digitaler Innovationen atemlos macht?

Nicht atemlos aber vielleicht fassungslos war der Mächtigste seiner Zeit – der König vor 700 – 800 Jahren. Er hatte hinzunehmen, was seine Großzügigkeit ihm eingebracht hatte. Hatte er doch einer Belohnung zugestimmt, durch die er alles verlor und sich selbst ruinierte. Sein Bewusstsein konnte nicht erfassen, dass die Verdoppelung der Weizenkörner auf einem Schachbrett beginnend mit „1“ mit einem Exponenten von 64 endet: Weizenkörner in einer unvorstellbaren Menge, welche dem ca. 1200-fachen der 2004er Welt-Weizenernte von mehr als 600 Mio. t entspricht. Wer atmet nicht auch heute noch tief durch, will er Ausmaße und Wirkungsweise dieser Geschichte begreifen oder nur erahnen? Liegt da nicht der Vergleich mit dem exponentiellen Wachstum digitaler Innovationen unserer Zeit nahe?

Manager in den Betrieben und Banken aller Führungsebenen bis hin zu den CEOs und zu den politischen Größen in Parteien und Regierungen, im Kanzleramt und im Präsidialamt mögen es mit ihrem Image nicht für vereinbar halten, Atemlosigkeit zuzugeben geschweige denn zu zeigen. Wenn sie das Ausmaß ihrer Verantwortung und auch ihrer Machtlosigkeit in unseren digitalen Zeit erfassen wollten, gäben sie zu: Keiner weiß was kommt, keiner kann exponentiell sich entwickelnde Prozesse weder erahnen noch erfassen. Alle leben im Hier-und-Jetzt – wo auch sonst?

Alle gesellschaftlichen Größen der heutigen Zeit mögen bedenken, dass ihre Atemlosigkeit den Menschen nicht verborgen bleibt. So sollten Führungskräfte Menschen in den Betrieben, in Banken, Verbänden und politischen Organisationen nicht belächeln, sondern ermutigen gegen die eigene physische und psychische Atemlosigkeit vorzugehen und tief durchzuatmen. Legt eine Führungskraft den sich selbst verteidigenden Hunger eines Mitarbeiters nach Weiterbildung als Schwäche aus, sollte sie sich fragen, gegen wen der Mitarbeiter sich verteidigt?

Tief durchatmen kann bedeuten, in die Stille zu gehen, den eigenen Atemprozess zu betrachten, die eigenen Sinne und deren Input zu verstehen lernen. Den Sprach-Code der eigenen Körperempfindungen zu entziffern lernen, kann der Beginn einer Entwicklung zu intuitiver Reife sein. Zu lernen sich selbst beim Denken und Fühlen zuzuschauen, alle Arten von Wahrnehmungsmustern zu analysieren – das alles zu tun ist mentales Training, ist sich auf diese Weise gegen die Vereinnahmung durch die Digitalisierung zu wehren, ist sich in Selbst-Verteidigung und Selbst-Regulation zu üben – gegen das Tempo der digitalen Welt. Ziel kann es sein, Entwicklungen mit einer offenen und skeptischen Grundhaltung nicht nur zu akzeptieren sondern auch aktiv mitzugestalten.

Mag sich da draußen die moderne Welt in Atemlosigkeit erzeugender Geschwindigkeit drehen, initiiert durch wünschenswerten unstillbaren menschlichen Entwicklergeist, der immer wieder neue Algorithmen und Applikationen hervorbringt, Menschen gehen ihren Weg, mancher geht den Weg der Bewusstheit und Achtsamkeit: Eine von Skepsis, Offenheit, Neugierde, Interesse und ohne Schubladendenken geprägte innere Haltung im täglichen Training sich anzueignen. In vollem Kontakt mit sich selbst und den eigenen Erlebnis- und Erfahrungsqualitäten werden Menschen auf diesem Weg der lebendigen tätigen Achtsamkeit zum Beobachter, zum inneren Coach oder auch zum Zuschauer im eigenen Kopfkino, schaffen sich Abstand zur sich ausbreitenden digitalen Komplexität, indem sie Nähe zu sich selbst gewinnen und ihre eigenen Ressourcen entdecken.

Die Position der Selbstverteidigung, der Nicht-Identifizierung und Selbstregulation schafft Weite und Raum. Es ist der Weg der Geistesruhe/Gemütsruhe auf der einen Seite und des Klarer-Sehens auf der anderen Seite. – eine weniger geläufige Definition von Meditation. Der Gewinn – Verfeinerung der Wahrnehmung, Erweiterung des Handlungsspielraums, Perspektivwechsel, Kreativität, Zukunftsfähigkeit, solidarisch kooperativer Umgang miteinander.

Meditation so verstanden hat absolut nichts mit Esoterik und Spiritualität zu tun. Meditation ist in dieser Betrachtungsweise der ökonomisch und kulturell und auch wirtschaftlich und politisch unverzichtbare und empfohlene Weg der Selbstverteidigung und Selbstregulation. Er ist in seiner Wirksamkeit wissenschaftlich belegt und ist inzwischen fester Bestandteil im Entwicklungsprogramm vieler (Groß-) Unternehmen weltweit.

Gilt das auch für OWL? Der geneigte Leser möge sich fragen: Wo stehe ich? Belächele ich oder fördere ich diesen Weg in die Zukunftsfähigkeit – in die eigene, in die betriebliche und gesellschaftliche Zukunft?

Johannes Schefers MA 01/2019

 

Mentaltraining fasziniert Forscher und Sportler (25.07.2018)

Introvision

Mentaltraining fasziniert Forscher und Sportler

Eine neue Art von soll ständig Gestressten ebenso helfen wie Sportlern, Schwerhörigen oder Depressiven. Introvision nennt sich die Psychotechnik, die Burnout-Forscher überrascht – weil etwas „derart Simples helfen kann“.

Von 

Introvision: Negative Gefühle auszuhalten, bis sie den Schrecken verlieren

Corbis

Introvision: Negative Gefühle auszuhalten, bis sie den Schrecken verlieren

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Entspannung im Büro – Achtsamkeit

Entspannung im Büro – Achtsamkeit

Unsere Autorin und ihre Tochter streiten per WhatsApp über das Arbeitsleben. Folge 9: Entspannung im Büro
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Entspannung im Büro: Und: Meditierst du auch?

Und: Meditierst du auch? © Isabell Winter

Lebendige tätige Achtsamkeit – Krankheit und Gesundheit – aus der Fülle des Lebens! (09.05.2018)

Was hat eine (unheilbare) Krankheit mit Gesundheit zu tun? Was haben beide – Gesundheit und Krankheit – mit der Fülle des Lebens zu tun? Viele Fragen – jetzt reicht’s?! Dann noch lebendige tätige Achtsamkeit?

So ist es gewesen, keine Fiktion sondern eine kleine Geschichte aus dem wirklichen Leben: ‚Bist du dir darüber im Klaren, was du dir antust?‘ Die sorgenvolle Stimme des Freundes klingt noch in seinen Ohren nach, auch die mehrfache Wiederholung der wohlgemeinten Frage. Sie scheint nicht zu ihm durchzudringen, aber die Frage kommt doch sehr genau bei ihm an. Nach vielen Jahren des Alleinelebens ist ihm ein weibliches Wesen begegnet, in das er sich total verliebt hat. Eine Frau, die es ihm wirklich angetan hat, die ihm vor allem ebenbürtig ist. Nur – sie hat eine unheilbare Krankheit – Morbus Parkinson! Kann sein Freund verstehen und ermessen, was diese Begegnung für ihn bedeutet? Sieht der denn nicht – trotz Krankheit oder besser hinter der Krankheit, was ihm diese Frau bedeutet? Sieht der denn nicht die Würde des Menschen? Er hat sich doch nicht in die Krankheit verliebt sondern in die Frau? Bleiben nur Fragen? Nein – es gibt was zu tun!

Aber zunächst Schritt für Schritt: Wie sieht es im Herzen beider Menschen aus? Der wohlmeinende Freund ist wirklich besorgt. Der andere tief im Innern verletzt, er zeigt seine Verletzung nicht, nur dass er sich missverstanden fühlt! (Für-) Sorge von Freunden sind Herzensangelegenheiten – Liebe auch! Das ist die neue Gefühlslage auf beiden Seiten. Kann Achtsamkeit helfen, aus der verfahrenen Beziehungskiste herauszukommen?

Achtsamkeit – wie sie im MBSR-Konzept vermittelt wird – kann helfen! Achtsamkeit ist die Fähigkeit des menschlichen Geistes, welche in der Stille des Sitzens, im Aktiven-Nicht-Tun (auf dem Stuhl, auf einem Bänkchen, auf dem Kissen, etc.), ja sogar beim Autofahren oder in der Aktivität der Bewegung (Spazierengehen, Joggen, Gehmeditation, etc.) tätig gelebt wird. Achtsamkeit kann dann alle aufkommenden Gedanken der Sorge, die Gefühle der Verletztheit und Körperempfindungen der Kälte und der Wärme klar registrieren und wahrnehmen. Ist Achtsamkeit ist in der o. g. Gesprächssituation auf beiden Seiten zu vermissen? Achtsamkeit kann alle Aktivitäten des Denkens und Fühlens als Sammellinse – wie die Strahlen der Sonne – fokussieren und stellt dann die eingesammelten ‚Energie‘ auf diese Weise als Ressource zur Verfügung. Durch das ‚Einsammeln‘ aller Aktivitäten des Denkens und Fühlens stellt sich Geistesruhe ein und lässt die die Beteiligten klarer sehen: Achtsamkeit leben – Nebelschleier vertreiben – sprudelnder Urquell. So heißt es in einem dreizeiligen Gedicht.

Also – Der zur Orientierung wichtige Begriff der Gesundheit ist ohne Krankheit nicht zu definieren. Krankheit wertet einen Menschen nicht ab (Der ist ja krank?!), sondern ist nur eine (versicherungstechnische) Orientierungshilfe. Deshalb ist ein bewusster Umgang (eben achtsamer Umgang) mit den Worten Gesundheit und Krankheit hilfreich, um die hier entstandene aufgeladene Gesprächssituation zu entschärfen, Missverständnisse zu vermeiden und Frustrationen auf beiden Seiten zu relativieren. Ohne Zweifel brauchen wir Menschen diese Begriffe zur Orientierung und Einteilung für viele Ereignisse des Lebens wie Gesundheit und Krankheit, Geborenwerden und Sterben, Eu-Stress und Di-Stress und viele andere. Schwierig wird der auf den ersten Blick nicht erkennbar wertende, d. h. implizit (ver-) urteilende Gebrauch des Begriffes der Krankheit: Weißt du was du dir mit einer (unheilbar) kranken Frau antust?

Problematisch ist die zweifache Wertung: 1. Die unheilbar kranke Frau kann nicht die richtige Partnerin sein, denn sie ist ja krank! 2. Die unausgesprochene (Be-) Wertung des Freundes, dass er sich mit der Entscheidung für einen kranken Menschen sich selbst etwas antut – also nicht gut für sich selbst sorgt?!

Glücklich ist, wer vergisst, was einfach nicht zu ändern ist, wussten unsere Altvorderen. Wer vergisst, neigt zum Verdrängen. Menschen als Menschen egal ob krank oder gesund in ihrer Einzigartigkeit zu wertschätzen, in ihre Würde zu respektieren, will hier der Weg der Achtsamkeit untrennbar verknüpft mit dem Weg des Herzlichkeit aufzeigen. Die Dinge sind nun einmal wie sie sind und nimm sie an, wie sie sind. Eine Änderung ist nicht möglich. Besser noch: Glücklichwerden ist nicht das Ziel, Glücklichwerden ist der Weg, für den jeder Mensch sich immer wieder bewusst entscheiden kann. Denn alles, was Menschen für ihr Glück brauchen, ist schon da. Denn glücklich ist nicht derjenige, der bekommt, was er will, sondern glücklich wird derjenige, der will, was er bekommt durch die Fülle des Lebens.

Achtsam mit sich und anderen Menschen (10.08.2015)

Spannenlanger Hansel – nudeldicke Dirn . . . Wer kennt (noch) dieses Kinderlied? Lächeln wir nicht alle ein wenig, wenn wir an dieses Lied denken, wenn wir dieses Lied mal wieder hören? Ich kennen keinen Menschen, welcher diese Kinderliedzeile belächelt – mit einem Anflug von Abwertung. Alle Menschen, mit denen ich über die Aussage des Liedes spreche, zeigen mit ihrem Lächeln menschliche Wärme.

Aber was hat der Beginn dieses Liedes mit Achtsamkeit zu tun? Der Dichter dieses Liedes hat ein menschliches allzu menschliches Bild in seinen Worten eingefangen und provoziert unser in Wärme eingebettetes Lächeln. Will er uns nicht zurufen: Nimm dich selbst an wie du bist, nimm die Menschen an wie sie sind! Sie sind so und du wirst daran nichts ändern. Vor allem: Nimm dich selbst nicht immer so ernst und lach mal über dich selbst!

Rufen wir uns in Gedächtnis zurück, was Achtsamkeit ist, und wenden wir die Definition auf uns und unsere Mitmenschen an: Also – ich beobachte mich selbst und die Menschen mit Neugierde und packe heute mal nicht jeden in die passende Schublade. In der Rolle des Beobachters begegne ich mir selbst und meinen Mitmenschen mit Offenheit. Ich bin wach und aufmerksam allem Menschlichen gegenüber, nehme mich selbst und die Menschen bewusst war wie sie sind – egal ob dick oder dünn, ob weiß oder schwarz, egal woher sie kommen aus Sande oder aus dem Senegal, egal ob aus dem fernen Osten, aus dem nahen Osten oder aus Dahl, liegt ja auch im Osten von Paderborn, etc. Denn heute sehe ich mich und meine Mitmenschen an ohne Bewertung, ohne (Vor-) Urteil. . . . Ich genieß das leckere Essen aus der Türkei, aus Asien und natürlich allen anderen Ländern, etc. pp.

Schaue ich genau hin – eben bewusst, dann sehe ich dieses Bild jeden Tag in den Straßen meiner Stadt – die kleine Dicke und der lange Dürre und umgekehrt der kleine Dicke und die lange Dürre.

Wenn ich mich um eine achtsame Haltung mir selbst und allen anderen Menschen gegenüber heute bemühe – zu meinem eigenen Wohlbefinden, dann geht das in Zukunft doch des Öfteren oder ? Dann könnte wahr werden, was meine Mutter mich gelehrt hat:

Unser Herrgott hatse, mit und ohne Glatze, wer sie hat, dem steht sie nicht, wem sie steht der hatse nicht!

 

Wer das Konzept der Achtsamkeit kennenlernen möchte, den lade ich ein zu einem kostenlosen Informationsabend – Details unter http://www.mbsr-in-paderborn.de/kurse.htm#term

 

ACHTSAMKEIT – MISSTRAUEN SIE DEM HYPE! (08.04.2016)

 

Eine Neurowissenschaftlerin im Interview

Die Vorzüge von Achtsamkeit bzw. MBSR würden übertrieben, warnt Neurowissenschaftlerin Catherine Kerr. Medien und Praktizierende bauschten Studienergebnisse auf und machten sich oft falsche Hoffnungen. Kerr, die selbst Achtsamkeit praktiziert, fordert mehr Ausgewogenheit.

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Portal für Ethik und achtsames Leben

Mehr Achtsamkeit im Alltag (29.01.2018)

Verbraucher | Volle Kanne

Mehr Achtsamkeit im Alltag

Burnout und Überlastungserscheinungen sind immer weiter verbreitet. Ein möglicher Ausweg: Achtsamkeitstraining.

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Achtsamkeit (Planet Wissen – Stand: 14.03.2018)

Psychologie

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist en vogue – und erhält zunehmend auch wissenschaftlich Rückendeckung: Drei Viertel aller Studien zur positiven Wirkung von Achtsamkeit als ein wesentlicher Bestandteil der Meditation wurden in den vergangenen zehn Jahren veröffentlicht. Achtsamkeit verspricht mehr Zufriedenheit und Freude im Leben. Aber was genau steckt hinter dem Modewort, das Einzug in viele Lebensbereiche genommen hat und als Allzweckwaffe zur Verbesserung der Lebensqualität erscheint?

 

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Achtsamkeit und Herzlichkeit – zwei Seiten ein und derselben Medaille (03.05.2018)

Manche Führungskräfte verstehen Achtsamkeit als Instrument zur Steigerung von Aufmerksamkeit, Konzentrationsvermögen und psychischer Widerstandskraft (Resilienz) zweckrational zur Steigerung der persönlichen Leistungsfähigkeit im Privaten wie am Arbeitsplatz – nicht nur für Mitarbeiter sondern auch für sich selbst. Emotionale Herausforderungen und Lebenskrisen und ihre Auswirkungen auf das Arbeitsverhalten sollen durch präventive Maßnahmen vermieden werden. Auf diese Weise gerät der Weg der Achtsamkeit in den Verdacht, dass betriebliche Fortbildungen, die den Weg der Achtsamkeit zum Inhalt haben, im Sinne wirtschaftlicher Prozessoptimierung eingesetzt werden.

 

Der Weg der Achtsamkeit wie er aus asiatischen Traditionen in Europa rezipiert wird – u. a. im Stressbewältigungs-Konzept (MBSR), will Menschen andere Qualitäten, die weit über Entspannung und Konzentration hinausgehen, zeigen und vermitteln. Wichtigste Eigenschaft der Achtsamkeit ist in diesen Fortbildungen eine unvoreingenommene Wahrnehmung, welche auf einer ethischen Grundhaltung basiert, die wiederum Freundlichkeit, Großzügigkeit, Mitgefühl, Toleranz, Offenheit und Mut einschließt. Diese ethische Grundhaltung ist weit mehr als einfach nur eine besondere Art der Aufmerksamkeit. Sie verbindet Achtsamkeit und Herzlichkeit als zwei Seiten ein und derselben Medaille. So ist der Weg der Achtsamkeit nicht zu unterscheiden von dem Weg der Herzlichkeit. Der Weg der Achtsamkeit, der Achtsamkeit und Herzlichkeit miteinander aufs engste verknüpft, kann durch Maßnahmen zur Persönlichkeitsentwicklung helfen einen heilsamen Umgang mit sich selbst aber auch mit anderen Menschen zu vermitteln, um auf so manche Herausforderung des Lebens vorzubereiten, kleinere Gewitter und Stürme erst gar nicht entstehen zu lassen.

 

Mindfulness, der anstelle von Achtsamkeit synonym gebrauchte Begriff aus dem Englischen, schließt die Bedeutung der genannten Herzensqualitäten ein. Der Wortbestandteil ‚Mind‘ findet sich in unserem deutschen Sprachschatz im Wort ‚Minne‘ wieder mit der Bedeutung: Liebevolles Erinnern.

 

Wer sich auf den Weg der Achtsamkeit macht verknüpft mit Herzlichkeit, mag eines Tages zu Weisheit und Mitgefühl gelangen. Immer mal wieder ist zu hören, dass sich Menschen im Privaten wie im Beruflichen nicht nur für diesen Weg interessieren, sondern diesen Weg immer öfter tatsächlich beschreiten. Vielleicht ist der Tag dann gar nicht mehr sofern, dass in Ergänzung zu zweckrationaler Prozessoptimierung sich Führungskräfte nicht nur Achtsamkeit und Herzlichkeit zu eigen machen, sondern auch Weisheit und Mitgefühl in ihrer Tätigkeit (vor-) leben.

 

IST ACHTSAMKEIT FÜR JEDEN GUT? (07.12.2016)

 

jock+scott

jock+scott
 

Ein Vortrag von Dr. Ulrich Ott

Meditation hat vielfältige Wirkungen, die meisten sind positiv. Der Vortrag gibt einen Überblick über das ganze Spektrum und klärt auf: Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen oder bei unsachgemäßer Praxis ohne qualifizierte Anleitung können Probleme auftreten.

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